Hartmut-Portrait-08

Historix-Tours®
Gbr., N. Aly, H. Stiller
Unsere Bürozeiten sowie  Kontaktmöglichkeiten finden Sie HIER!
Büro (während der Öffnungszeiten): 0761 / 21 70 488
Handy: 0179 / 11 60 722
Postadresse:
Wallstrasse 3 (Hinterhof),
79098 Freiburg (Büro)
od. Habsburgerstr. 75 HH
79104 Freiburg (Postadresse)

 

NicoPortRose2

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen ist es schwer.
Seneca

Nicola SaharaNicola Aly: wurde am 11. April 1969 in Freiburg geboren. 1988 begann sie mit dem Chemiestudium in Freiburg, das sie 1994 erfolgreich mit dem Diplom abschloss. Anschliessend folgte eine 6-monatige Tour durch Südostasien, Australien und Neuseeland, die in ihr eine bis heute anhaltende, unstillbare Leidenschaft weckte: Reisen! Bis dato hat Sie 51 Länder bereist und sich zum Ziel gesteckt, dass jedes Jahr ein neues Land hinzukommt. Letzter Neuzugang im Februar 2008 war Dubai. Von 2002-2007 war sie zeitweise in Afrika/Asien als Reisebegleiter für Djoser Reisen tätig.

Als sie 1995 nach einer 6-monatigen “Weltreise mit dem Rucksack” wieder nach Freiburg zurückkam, fand sie eine Anstellung als Dipl. Chemikerin in der Industrie, die sie nach sechs Monaten - auf eigenen Wunsch, wie es so schön heisst - beendete. Sie selbst sagt dazu: “Ich habe mich aus freien Stücken dazu entschieden nur 6 Monate in dem Beruf zu arbeiten, den ich in 11 Semestern mühevoll erlernt habe. Ob ich noch mal Chemie studieren würde? Ob ich mich mit anderes entscheiden würde, wenn ich noch mal 19 wäre? Nein sicherlich nicht, noch heute bin ich unendlich stolz auf meine damalige Leistung. Wenn ich heute meine Diplomurkunde mit der Note “sehr gut” ansehe, weis ich wieviel ich erreichen kann, zu welcher grossen Leistung ich schon fähig war. Dies gibt mir den Mut neue Wege zu gehen. Der Wille zum Erfolg, das Durchhaltevermögen in harten Zeiten ist geblieben, nur der Fokus hat sich geändert.”

1995 folgte ein Jahr Aufenthalt in Neuseeland. Dort arbeitete sie erstmals im Tourismus und führte Gäste für “Franz Josef Glacier Guides” durch den neuseeländischen Regenwald und auf den weltberühmten Franz-Josef-Gletscher. “Wer Chemie studieren kann, der kann auch mit sehr lückenhaften Englisch-Kenntnissen in einem abgelegenen 300-Seelen Dorf am Ende der Welt leben! Die harte Schule des Lebens eben!  Heute spreche ich fliessend Englisch und die Tatsache, dass die Lebensmittel ein Mal pro Woche mit dem LKW auf Bestellung geliefert werden und die Leute 200 km zum nächsten “Kentucky Fried Chicken” fahren und ihren Freunden einen längst kalten Burger auf dem Rückweg mitbringen kann mich nicht mehr schocken” .

1996 kehrte sie wieder nach Deutschland zurück und nahm zur Entspannung der angespannten Finanzsituation eine Festanstellung als Pharmareferentin an. 1998 gründete sie gemeinsam mit ihrem langjährigen Schulfreund die Firma HISTORIX-TOURS. 2002 kündigte sie Ihre Festanstellung in der Pharmaindustrie, um sich ganz der eigenen Firma zu widmen. Sie selbst sagt dazu: “Eine der besten Entscheidungen meines Lebens! Letztendlich hat sich alles zusammengefügt und jeder Teil meines Lebens hat seinen Platz gefunden. I am living a dream!!!”

Seit 2005 engagiert sie sich im TIBET KAILASH HAUS, einem buddhistischen Zentrum in Freiburg. In Ergänzung zu ihrem ausgiebigem Studium des Buddhismus erlernte sie Traditionelle Tibetische Massage im Frühjahr 2008 in Dharamsala (Nordindien) bei Professor Dhondup.

Homepage: www.tibetischemassage.de
 AgesNacht11
Hartmut Stiller:
erblickte am 27. Oktober 1967 in Freiburg das Licht der Welt. Nach seinem Abitur 1987 am Freiburger Kepler-Gymnasium ging er für zwei Jahre zur Luftwaffe nach Bremgarten, danach begann er sein Studium in den Fächern Germanistik und Geschichte (sowie zwei Semester Kunstgeschichte), das er 1997 mit dem Magister Artium abschloß. Schwerpunktmäßig beschäftigte er sich mit der "Revolution von  1848/49 in St. Georgen", der Hexenverfolgung und mit der "Frage der Beschränkung von bakteriologischen und chemischen Waffen in der Zwischenkriegszeit".

Parallel arbeitete Hartmut Stiller schon seit 1991 am Freiburger Wallgraben Theater, zuletzt in der Organisation und Dramaturgie. Dort veranstaltete er mehrfach Lesungen und Rezitationen, u.a. über Hugo von Hofmannsthal, Else Lasker-Schüler, Ernest Hemingway, Edgar Allen Poe. Daneben war Stiller schon zu dieser Zeit Autor mehrerer “Spuklesungen”. Neben seiner Tätigkeit am Wallgraben Theater war er in den vergangenen Jahren in mehreren freien Theatergruppen als Dramaturg tätig (u.a. Theater COOL TOUR Freiburg).

Seine große Londonleidenschaft brachte ihn schließlich auf die Idee, die englischen "Ghost-Walks" auf Freiburger Verhältnisse umzugestalten. Zusammen mit seiner langjährigen Schulfreundin Nicola Aly präsentiert er seit 1998 allabendlich Touren "zu den düstersten Seiten Freiburgs". Es macht ihm besonders Spaß, den Freiburg-Besuchern und Einheimischen immer wieder neue Aspekte seiner Lieblingsstadt zu präsentieren.

Neben den Touren veranstaltete Stiller von 2003 bis 2009 auch die Historische Lese-Reihe “Historix Friedhofs-Literatur”, welche monatlich eine Freiburger Persönlichkeit vorstellte, die auf dem Freiburger Alten Friedhof bestattet wurde. Zusammen mit Holger Heddendorp und Dr. Michael Weis entstanden dadurch über 85 Lesungen u.a. über Johann Christian Wentzinger, Anselm Feuerbach, Johann Karl Knie, Joseph Freiherr von Auffenberg, die Familie Mendelssohn-Bartholdy und ihre Beziehung zu Freiburg. Diese Lese-Reihe endete am 15. März 2009 nach sechs Jahren mit einem speziellen Lese -Wochenende (13.-15.3.2009). Zusammen mit der Familie Utz laufen jedoch derzeit die Planungen für einen Aktionsabend auf dem Alten Friedhof im Sommer 2010!

Für die Firma “HistoRent” schrieb er 2008 eine Stadttour in Bad Krozingen, die im Sommer 2008 Premiere hatte.

Im April 2010 hatte Stillers neu Tour “Wächter, Gauner, düstre Gassen”, Freiburgs erste “Nachtwächter -Tour”, Premiere. Im August startet seine neue Tour “Elend, Diebstahl, Henkersbrut”.

Zusammen mit Wolfgang Mall ist Stiller auch für die Grusel-Reihe
“Geisterstunde” verantwortlich.

Privat ist Stiller “mit Haut und Haaren” überzeugter Freiburg, wenngleich mehrere London-Trips im Jahr i.d.R. nicht fehlen dürfen... Stolz ist er daneben auf seine Patenkinder Vincents, Sofie Marie und Sydney.
Hartmut Stiller dankt an dieser Stelle allen Freund/innen, die ihn immer wieder bei der Arbeit unterstützen, ebenso seiner Mutter.

Privatmailadresse:
stiller@historix-tours.de

Historix-Tours®: Die Liebe zur Heimatstadt Freiburg, zum Tourismus, sowie der feste Glaube an eine neue Form der Stadtführungen führte am 1998 zur Gründung der Firma HISTORIX-TOURS. In Anlehnung an die englische Tradition der „Ghostwalks“ arbeiten Hartmut Stiller und Nicola Aly seitdem konsequent an der Verschmelzung von Theater, Unterhaltung, Schauspiel und der Vermittlung von Wissen, um die Geschichte und Geschichten in spannender und unterhaltsamer Weise darzubieten. Seit dem 3. August 1998 finden ununterbrochen täglich Erlebnis-Stadtführungen in Freiburg statt. Damit gelten sie als die Erfinder der Erlebnis-Stadtführungen in Freiburg. Sehr stolz sind sie außerdem darauf, mit zu den ersten Unternehmen in Deutschland zu gehören, die Event-Touren und Ghost-Walks durchführten. Nach eigener Recherche waren sie auf dem Sektor Ghost-Walks deutschlandweit die Ersten! Die Geschäftsführerin selbst, Nicola Aly sagt dazu “Wenn ich mir heute die Firma HISTORIX-TOURS anschaue und alles mit den ersten Monaten im Jahr 1998 vergleiche, erfüllt mich ein gewisser Stolz - auf mich selbst, aber noch viel mehr auf unsere ganzes HISTORIX-TOURS-TEAM. Wer einmal im strömenden Regen eine unserer Führung wohlbehalten unterm Regenschirm mitgemacht hat und sich eineinhalb Stunden von einem triefend nassen, aber vor Elan und Ausdruckskraft strotzenden Guide “begeistern” lassen hat, weis was unser Team leistet. Ich als Geschäftsführerin weis außerdem, dass der gleiche Guide sich nach der Tour umzieht und sich in vollem Elan wieder in den strömenden Regen begibt, um eine neue Gruppe perfekt zu unterhalten. Der Gedanke daran was unsere Guides leisten, die zum großen Teil schon hunderte von Touren für uns durchgeführt haben, ihr unermüdlichen Willen jede einzelne Gruppe mitzureißen und eine perfekte Performance hinzulegen, dieser Gedanke erfüllt mich selbst mit große Freude. Und diese Freude ist absolut rein und ungetrübt, da ich weiß, dass alles in unsere Firma ganz allein von uns selbst erfunden und entwickelt wurde. Sicherlich, wir hatten Vorbilder, aber unser Selbstverständnis ist es unsere Kunden durch eigene gute Konzepte zu überzeugen und in diesem Sinne werden weiter arbeiten”.

2006, nach 8 Jahren HISTORIX-TOURS hat die Firma 15 selbständige Mitarbeiter. Wer das 
Gruppenbild vom Betriebsausflug 2006 anschaut, der gewinnt den starken Eindruck, dass HISTORIX -TOURS sich zum “Mini-Imperium” (Zitat “BZ-Kartenservice”) gemausert hat. Aber weit gefehlt, bei HISTORIX-TOURS sprechen Sie am Telefon direkt mit der Geschäftsleitung, die sofort alle Entscheidungen treffen kann, ihre Emails werden innerhalb von maximal 24 Stunden beantwortet: unkomplizierter, serviceorientierter, schneller, Kundenservice wird bei HISTORIX-TOURS” groß geschrieben!

Aus diesem Selbstverständnis hat sich auch das Produkt “The Black Forest Project” entwickelt, als konsequente Weiterführung des bereits erfolgreichen Unterhaltungs-Theaters. HISTORIX-FRIEDHOFS -KULTUR verbindet klassisches Theater an ungewöhnlichem Spielort: dem Alten Friedhof in Freiburg.
Das neuste Projekt - ganz im HISTORIX-STIL - ist “Die Horror-Nacht”: in Kooperation mit dem UFA -Arthouse Harmonie gibt es in regelmäßigen Abständen eine Horror-Tour und anschließend - dazu passend - einen Horror-Film.
Im November 2005 veröffentlichen HISTORIX-TOUR uns
Andreas Verstappen das Buch “Salomons Knochen” oder “Der Zimtstollen im Schauinsland”, das im Freiburger Buchhandel (oder bei HISTORIX-TOURS) erhältlich ist.

Als junges Unternehmen ist HISTORIX-TOURS ständig auf dem Sprung, um für Sie neue Unterhaltungsformen zu entdecken und zu erfinden. HISTORIX-TOURS sagt dazu “Freiburg ist eine der schönsten Städte der Welt, und das können wir als Weltenbummler wirklich beurteilen. Damit unser Stadt noch attraktiver und lebenswerter wird, dafür arbeiten wir.”

Firmenmailadresse:
info@historix-tours.de

 

ÜBER HISTORIX-TOURS - EIN INTERVIEW

2008 feiert HISTORIX-TOURS seinen 10. Geburtstag. Hatten Sie mit dem Erfolg gerechnet?

Sicher nicht. Als wir am 3. August 1998 mit drei Touren HISTORIX-TOURS begannen, gab es im deutschsprachigen Raum so gut wie nichts Vergleichbares. Wir hatten die Idee z.T. aus England importiert, wo Ghost-Walks und Touren mit Schauspielern schon länger existieren. Sicher konnten wir diese Konzepte nicht 1:1 übernehmen, aber wir versuchten die Grundidee auf deutsche bzw. konkret auf Freiburger Verhältnisse umzugestalten. Wir hatten dafür hier vor Ort keinerlei Vorbilder. Es war ein Wagnis, das wir nur eingehen konnten, da wir damals Beide noch einen anderen Job hatten. Dass unsere Touren aber dann doch so stark einschlugen, hätten wir nicht erwartet. Zumal uns ja anfangs wie heute sehr viel Gegenwind entgegenschlug.

Gegenwind von welcher Seite?

Damals noch von Seiten der Stadt, die ihr „offizielles Stadtführungsunternehmen“ vor weiteren Mitbewerbern gerne schützen wollte. In den ersten Jahren durften wir z.B. nicht unsere Handzettel in der „Freiburg Information“ auslegen. Das brauchte uns einige Nachteile ein. Aber das hat sich inzwischen entscheidend geändert und inzwischen haben wir ein gutes Verhältnis zum Verkehrsamt.

Woher nehmen Sie die Informationen für Ihre Touren? Böse Zungen behaupten ja ab und an, die Geschichten seien erfunden?

Das ist leider ein böses Gerücht, dass nicht stimmt. Unsere Touren werden sorgfältigst recherchiert. Unsere Informationen und Geschichten entnehmen wir sowohl der gängigen Freiburg-Literatur als auch den diversen Archiven, Bibliotheken, alten Tageszeitungen etc. Alles wird bestmöglichst auf seine Richtigkeit überprüft. Ich als Historiker lebe darauf allergrössten wert.
Selbstredend arbeiten wir – da wir auch Ghost-Walks (also Gespenster-Touren) veranstalten – auch mit Sagen und Legenden. Bekanntlich ist deren Wahrheitsgehalt i.d.R. nicht immer genau feststellbar. Jedoch werden diese deshalb auch mit einer gehörigen Portion Ironie und schwarzem Humor erzählt. Aber – und das ist uns wichtig – wir erfinden auch hier keine Sagen! Alles, was wir erzählen, ist so überliefert. Wir erzählen diese Sagen und Legenden lediglich sehr anschaulich und versuchen sie spannend zu verpacken.
Mitunter: die Touren wären nur halb so spannend, würden wir alles erfinden. Zwar wären die Geschichten z.T. sicher noch dramatischer, jedoch würde jeder Reiz fehlen, wenn man erfundene Geschichten “irgendwo” in der Freiburger Altstadt erzählt. Das Spannende liegt ja gerade darin, das bestimmte Geschichten sich an ganz konkreten Orten zugetragen haben (sollen). Abgesehen davon: meinen Sie, wir würden von schwarzen Pudeln mit leuchtend roten Augen erzählen (wie bei der Tour „Mörder, Gräber und Gespenster“), wenn wir die Geschichten frei erfinden dürften. Da wären wir sicher noch weitaus fantasievoller.

Mal Hand auf’s Herz: gab es z.B. das „Neunfingerle“?

Selbstverständlich! Das „Neunfingerle“ (Anm. d. Red.: die Hauptfigur der Tour „Bürger, Galgen, alte Häuser“ ) war ein Mann, der in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts mehrfach in den Quellen auftaucht. Er hies Michael Dietrich, war Sohn von Hintersassen, und zog mit anderen Jugendlichen in Bettelbanden durch die Stadt. 1739 kommt er mit dem Gesetz in den Konflikt, weil er zweimal „Unzucht“ mit seiner Schwester Anna-Maria betrieb, danach zweimal mit einem Bettelmädchen namens Anna Maria Hablizin. Für die zweite Liebesnacht suchten sie sich einen unglücklichen Ort aus: der Innenraum des Freiburger Münsters. Sie wurden – sonst wüssten wir es wohl nicht – dabei vom Stadtpfarrer erwischt und verurteilt – u.a. wurden sie mit Stadtverweis bestraft. Michael Dietrich, das „Neunfingerle“, taucht dann 1754 erneut in den Quellen auf, als er – trotz Stadtverweis – wieder in einem Freiburger Gefängnis sitzt. Er versucht sich dort das Leben zu nehmen, wird aber auch dabei erwischt und bestraft. Den Hinweis auf das „Neunfingele“ bekamen wir übrigens dankenswerterweise von einem Kunden und begannen daraufhin, den Fall weiter zu recherchieren. Und wir finden, dieser Fund hat sich gelohnt.

Haben Sie Probleme damit, teilweise auch sehr düstere und blutrünstige Geschichten zu erzählen? Finden Sie manches etwas pietätlos?

Sicher ist der Geschmack jedes Menschen sehr unterschiedlich und was für den einen noch o.k. ist, ist für einen anderen bereits schon zu heftig. Meine Kollegin  aus der Geschäftsleitung (Anm. d. Red.: Nicola Aly) ist Buddhistin, ich bin gläubiger Katholik und Christ – wir würden es nie bewusst wagen, irgend etwas zu tun, was wir persönlich als pietätlos empfänden oder was irgendwelche religiösen Gefühle verletzen könnte. Darauf legen wir allergrössten Wert. In keiner unserer Touren versuchen wir irgend jemanden – sei es der Kirche, sei es sonst wem – zu nahe zu treten. Wir erzählen, was passiert ist – sicher oft sehr anschaulich und dramatisch.
Wir lieben ja auch unsere Heimatstadt Freiburg und wollen ihr nicht schaden. Vielmehr wollen wir mit unseren Touren die Attraktivität Freiburgs noch erweitern. Düstere Geschichten schrecken ja nicht wirklich Touristen ab, sondern ziehen sie eher an. Wenn ich in England einem Kriminal- oder Ghost-Walk folge, denke ich ja nicht: „O Gott, ganz schnell weg von hier!“ Nein – jede Sage, jede Anekdote, jedes historische Detail ist ein weiterer Stein in einem grossen Puzzle, das dann das Bild von der jeweiligen Stadt prägt. Es macht sie lebendig, denn es sind ja die Menschen der jeweiligen Zeit, die das Stadtbild prägen. Sie bauen Kathedralen, Häuser, Strassen, leben hier, streiten, lachen, lieben, hassen... Es sind unsere Nachbarn in der Zeitschiene. Wir haben grossen Respekt vor ihnen.
Nicht von ungefähr haben wir ja neben unseren Touren eine historische Lese-Reihe in’s Leben gerufen (Anm. d. Red. „Historix-Friedhofs-Literatur“), die sich jeweils eine gute Stunde einer historischen Persönlichkeit widmet. Uns interessieren die Menschen, die vor uns hier lebten, was sie taten und bewirkten. Und wenn nur ein Funke unserer Begeisterung hiervon auf unsere Gäste und Besucher überspringt, hätten wir schon viel erreicht. Letztere Lese-Reihe veranstalten wir übrigens, obwohl die Lesungen niemals den Aufwand wieder einspielen (können), den sie benötigen. Wir „gönnen“ uns einfach diese Reihe, weil wir denken dass sie gut ist.

Wie schätzen Sie den derzeitigen Stadtführungs-Markt in Freiburg ein?

Als wir 1998 anfingen, war der Markt noch etwas überschaubarer. Inzwischen hat sich eine Vielzahl an Stadtführungs-Unternehmen gebildet, wovon nur zwei davon in direktem Wettbewerb zu uns stehen, da sie auch Erlebnis- oder Event-Stadtführungen anbieten. Prinzipiell stehen wir zu dem Motto „Konkurrenz belebt das Geschäft“ und es spornt ja auch tatsächlich an, immer etwas Neues zu entwickeln. Ermüdend ist es jedoch schon, wenn man allzu oft die eigenen Ideen auf den Handzetteln der direkten Mitbewerber wieder findet. Das geschieht leider sehr oft und wir finden das völlig unkreativ und bis zu einem gewissen Maß respektlos. Wohlbemerkt: es mag legal sein. Jedoch haben wir uns von Anfang an stets darum bemüht, irgendeiner Verwechslungsgefahr aus dem Weg zu gehen. Anfangs hatten wir z.B. einen Treffpunkt nahe der Freiburg-Information (Anm. d. Red.: damals befand sich die Freiburg Information noch am Rotteckring). Der größte Freiburger Anbieter von Stadtführungen beklagte sich darüber und fand es unfair, dass wir uns allzu nahe an „seinem“ Treffpunkt träfen. Obwohl wir sicher auch ein Recht hätten, unsere Touren an der „Freiburg-Information“ zu beginnen, wichen wir des lieben Friedens Willen freiwillig auf den sicher unbekannteren Treffpunkt „Am Predigertor“ aus. Diesen mussten wir erst bekannt machen, bis er heute einer unserer Haupttreffpunkt geworden ist.
Dies taten wir damals, um unseren guten Willen zu zeigen und dem Mitbewerber unseren Respekt zu zollen. Schade, dass dieser sich nicht als Gegenleistung an gewissen Spielregeln hält.
Aber es ist dennoch nicht unsere Art, nur zu lamentieren. Wir blicken nach vorne und versuchen stets das Beste aus der Ausgangslage zu machen.
Auf die Anfangsfrage zurück zu kommen: die Vielzahl der Anbieter ist sicher eine Bereicherung für Freiburg, jedoch denken wir, dass nicht alle langfristig werden bestehen können.

Wie ordnet sich Historix-Tours in der Vielzahl der Stadtführungs-Unternehmen ein?

Wir sind derzeit – soweit wir die Situation der anderen kennen – zahlenmäßig die Nummer 2 in Freiburg (nach Freiburg-Kultour). Wir hatten 2007 ca. 23.000 Teilnehmer/innen und führten etwa 1700 Touren durch. Darunter sind ca. 700 sogenannte „offene Touren“ (täglich bei jedem Wetter und für jeden ohne Anmeldung zugänglich) und ca. 1000 Privattouren. Rein statistisch führen wir jeden Tag etwa 5 Touren durch.
Bei den Erlebnis- oder Event-Stadttouren sind wir derzeit damit die Nr. 1 in Freiburg und gleichzeitig auch praktisch die „Erfinder“ dieser Art von Touren. Vor und mit uns starteten etwa 3 – 4 weitere Unternehmen ähnliche Touren (z.B. in Köln und Regensburg), diese aber völlig unabhängig voneinander. Andere entstanden deutlich später. Die in Freiburger neben uns existierenden Event-Stadttouren sind deutlich später entstanden. Bei den Ghost-Walks ist Historix-Tours sogar noch deutlicher vorne. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir fast alle „Produkte“ – wenn man dies mal so nennen darf – selbst entwickelt und erfunden haben. Vor uns gab es in dieser Richtung nichts Vergleichbares auf dem Freiburger und wenig auf dem deutschsprachigen Markt.

Sind Ihre Guides Studenten?

Nein, derzeit haben wir keinen Studenten im Team. Unsere Guides sind zum größten Teil professionelle Schauspieler, die man auch an diversen Theatern im In- und Ausland erleben kann. Darüber hinaus haben wir – neben Historikern – noch Künstler aus dem Bereich Kabarett, Clownerie und diversen anderen Richtungen im Team. Die Qualität unserer Darsteller liegt uns sehr am Herzen und wir machen uns die Auswahl sehr schwer.